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Pressemitteilung zu den Gasthörern

195/2026/45/B
Fürth, den 21. Juli 2026

Anstieg der Gasthörer in Bayern um fast vier Prozent

Durchschnittsalter steigt um zwei Jahre auf 61 Jahre

Im Wintersemester 2025/26 nutzen in Bayern 3 833 Gasthörer die
Weiterbildungsmöglichkeit einer Hochschule. 73,6 Prozent der Gaststudierenden sind 60 Jahre alt oder älter. Insgesamt ist die Zahl von 3 697 auf 3 833 um 3,7 Prozent gestiegen. Der Anteil an ausländischen Gasthörerinnen und Gasthörern geht um 7,0 Prozent
(34 Personen) zurück.

Fürth. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, sind im Wintersemester 2025/26 neben den 401 154 regulär eingeschriebenen Studierenden auch 3 833 Gasthörer eingeschrieben.
Der weibliche Anteil beträgt 47,8 Prozent bzw. 1 831 Personen und verändert sich zum Vorjahr mit 48,1 Prozent kaum. Insgesamt ist die Anzahl der Gaststudierenden von 3 697 auf 3 833 um 3,7 Prozent gestiegen.

73,6 Prozent der Gasthörer sind 60 Jahre und älter
Insgesamt sind 73,6 Prozent (2 822) der Teilnehmer 60 Jahre alt oder älter. An der Universität München liegt dieser Anteil sogar bei 92,3 Prozent, was auf das dortige spezielle Seniorenstudium zurückzuführen ist.

Im Gegensatz dazu konzentrieren sich viele Kunsthochschulen auf die Frühförderung junger Talente: 81,3 Prozent ihrer Gaststudierenden sind unter 30 Jahre alt, wobei hier 2,5 Prozent aller Gasthörer überhaupt auf Kunsthochschulen gehen.

Das Durchschnittsalter aller Gaststudierenden hat sich insgesamt im Vergleich zum letzten Wintersemester um zwei Jahre erhöht und beträgt nun 61 Jahre.

Anteil mit ausländischer Staatsangehörigkeit sinkt
Von den insgesamt 3 833 eingeschriebenen Gasthörern haben 451 Personen eine ausländische Staatsangehörigkeit, was 11,8 Prozent entspricht. Gegenüber dem Vorjahr sind es 34 weniger.
Die Zahl sinkt von 485 auf 451 und damit um 7,0 Prozent.

Den größten Anteil an Gasthörern mit ausländischer Staatsangehörigkeit stellen weiterhin Personen ukrainischer Staatsangehörigkeit, obwohl ihre Zahl um 42,7 Prozent von 103 auf 59 deutlich gesunken ist.

Wie im Vorjahr folgt Österreich mit 39 Personen (Vorjahr: 44) auf dem zweiten Platz.
Danach kommen 28 aus Estland (Vorjahr: 13), 27 aus Italien (Vorjahr: 20) sowie 25 Personen mit französischer Staatsangehörigkeit (Vorjahr: 19).

Verteilung der Gaststudierenden auf die Hochschulen
Wie auch im Wintersemester 2024/25 sind die meisten Gaststudierenden im
Wintersemester 2025/26 an Universitäten eingeschrieben (92,1 Prozent). Dabei zählt das Bayerische Landesamt für Statistik 61,6 Prozent an der Universität München, 7,3 Prozent an der Universität Erlangen-Nürnberg, 6,8 Prozent an der Technischen Universität München und an der Universität Würzburg 5,3 Prozent. 11,0 Prozent der Gasthörerinnen und Gasthörer verteilen sich auf die übrigen Universitäten.

Auf Fachhochschulen entfallen 2,8 Prozent der Gasthörerinnen und Gasthörer, auf Theologische Hochschulen 2,6 Prozent und auf die Kunsthochschulen 2,5 Prozent.

Vor zehn Jahren, im Wintersemester 2016/17, zählte die Universität München 48,4 Prozent, die Technische Universität München hatte mit 20,1 Prozent noch bedeutend mehr Gasthörerinnen und Gasthörer, was maßgeblich daran liegt, dass sie einen Großteil der bisherigen Gasthörer (Didaktik-Fächer - Fachrichtung Sport) ab dem Wintersemester 2024/25 über die amtliche Studierendenstatistik melden konnte. Bei der Universität Erlangen-Nürnberg waren es im Wintersemester 2016/17 weiter 5,1 Prozent und an der Universität Würzburg 6,2 Prozent. Auf die übrigen Universitäten entfielen 11,3 Prozent der Gasthörerinnen und Gasthörer, auf Kunsthochschulen 4,5 Prozent, auf Fachhochschulen 2,6 Prozent und auf die Theologischen Hochschulen 1,9 Prozent.

Gaststudierende können auch ohne Nachweis der Hochschulreife zum Besuch einzelner Lehrveranstaltungen angemeldet werden, im Rahmen ihres Gaststudiums aber keine Abschlussprüfungen ablegen.

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Hinweise:
Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der in Kürze erscheint:
„Gasthörer an den Hochschulen - Wintersemester“ (Bestellnummer: B3130C).