Verwendung von Cookies

Sofern Sie uns Ihre Einwilligung erteilen, verwenden wir Cookies zur Nutzung unseres Webanalyse-Tools Matomo Analytics. Durch einen Klick auf den Button „Webanalyse akzeptieren“ erteilen Sie uns Ihre Einwilligung dahingehend, dass wir zu Analysezwecken Cookies (kleine Textdateien mit einer Gültigkeitsdauer von maximal zwei Jahren) setzen und die sich ergebenden Daten verarbeiten dürfen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in unserer Datenschutzerklärung widerrufen. Hier finden Sie auch weitere Informationen.

Pressemitteilung zum Tag des Handwerks

180/2026/52/E
Fürth, den 8. Juli 2026

Handwerkszählung 2024 in Bayern: Jedes sechste Unternehmen ist ein Handwerksunternehmen

Handwerk in Bayern für Wirtschaftskraft bedeutend

Das Bayerische Landesamt für Statistik veröffentlicht zum Tag des bayerischen Handwerks am 9. Juli 2026 aktuelle Ergebnisse zum bayerischen Handwerk. Die Ergebnisse der Handwerkszählung im Jahr 2024 zeigen, dass in Bayern fast jedes sechste Unternehmen ein Handwerksunternehmen ist und dort gut 13 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten tätig sind. Damit stellt das Handwerk in Bayern einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor dar.

Schweinfurt. Das bayerische Handwerk bildet einen wichtigen Eckpfeiler der bayerischen Wirtschaft. Im Berichtsjahr 2024 gibt das Handwerk von den rund 5,7 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten1)in Bayern 762 598 Lohn und Brot. Das sind 13 Prozent. Darüber hinaus finden sich im Handwerk 246 095 geringfügig Beschäftigte. Im Handwerk sind damit, wenn man die tätigen Inhaberinnen und Inhaber berücksichtigt, schätzungsweise rund 1,1 Millionen Personen tätig, die zusammen einen Gesamtumsatz von 152,4 Milliarden Euro erwirtschaften. Damit zeichnet das bayerische Handwerk für einen bedeutenden Teil der Wirtschaftskraft des Freistaats verantwortlich.

Großteil der Handwerksunternehmen im zulassungspflichtigen Handwerk
In Bayern gibt es laut dem Statistischen Unternehmensregister insgesamt 647 475 Rechtliche Einheiten. Darunter befinden sich 105 134 Handwerksunternehmen, was einen Anteil von gut
16 Prozent ausmacht. Mit 87 979 Unternehmen findet sich der Großteil der Handwerksunternehmen im zulassungspflichtigen Handwerk, in dem rund 900 259 Personen tätig sind. Also rund 80 Prozent aller tätigen Personen im Handwerk.

Die meisten sind Kraftfahrzeugtechniker oder in der Gebäudereinigung tätig
Die drei größten zulassungspflichtigen Handwerkszweige stellen mit 110 105 tätigen Personen die Kraftfahrzeugtechniker, gefolgt von den Elektrotechnikern mit 95 065 tätige Personen und den Maurern und Betonbauern mit 80 813 tätigen Personen.

Die weiteren 17 155 Handwerksunternehmen im zulassungsfreien Handwerk beschäftigen 217 089 tätige Personen, von denen der Großteil – mit 162 939 tätigen Personen rund drei Viertel – in der Gebäudereinigung tätig ist, gefolgt von den Brauern und Mälzern mit 8 077 tätigen Personen.

Im Durchschnitt werden im zulassungspflichtigen Handwerk zehn tätige Personen je Unternehmen gezählt, wobei die durchschnittliche Unternehmensgröße jedoch stark zwischen den Gewerbezweigen variiert. Insbesondere im Ausbaugewerbe und auch im Handwerk für den privaten Bedarf weisen die meisten Gewerbegruppen durchschnittliche Unternehmensgrößen mit weniger als zehn tätigen Personen auf, während das Bauhauptgewerbe, die Handwerke für den gewerblichen Bedarf wie auch das Lebensmittelgewerbe überwiegend deutlich über zehn tätige Personen je Unternehmen ausweist. Im zulassungsfreien Handwerk liegt die durchschnittliche Unternehmensgröße mit rund 13 tätigen Personen je Unternehmen zwar höher, es finden sich dort jedoch viele klein- und kleinstteilig organisierte Gewerbezweige.

Der Umsatz je tätiger Person fällt mit 158 649 Euro im zulassungspflichtigen Handwerk rund dreieinhalb Mal höher aus als im zulassungsfreien Handwerk (44 130 Euro). Nicht zuletzt liegt der Anteil der geringfügig Beschäftigten, die geringfügig entlohnt sowie kurzfristig Beschäftigte umfassen, im zulassungsfreien Handwerk mit rund 44 Prozent auch deutlich höher als im zulassungspflichtigen Handwerk mit rund 17 Prozent.

Handwerk in der Amtlichen Statistik
Die Statistiken zum Handwerk, die das Bayerische Landesamt für Statistik erstellt, bestehen im Wesentlichen aus den Ergebnissen der Handwerkszählung und der Handwerksberichterstattung. Die aktuelle Handwerkszählung teilt Ergebnisse zur Struktur der Gewerbezweige und zu regionalen Kennzahlen des bayerischen Handwerks für das Berichtsjahr 2024 mit. Die zusätzliche Handwerksberichterstattung informiert mit Messzahlen vierteljährlich zum aktuellen Trend der Umsatz- und Beschäftigtenentwicklung im Handwerk Bayerns. Die aktuellen Messzahlen der Handwerksberichterstattung reichen bis zum ersten Quartal des Jahres 2026 (vorläufige Ergebnisse) bzw. bis zum dritten Quartal 2025 (endgültige Ergebnisse)

Die Handwerkszählung und die Handwerksberichterstattung basieren auf einer Registerauswertung aus dem Statistischen Unternehmensregister und von Eintragungen aus den Handwerksrollen der zuständigen Handwerkskammern.


Hinweise:
1) Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Rechtlichen Einheiten in Bayern im Berichtsjahr 2024 aus dem Statistischen Unternehmensregister.

Regionalisierte Zahlen stehen zur Verfügung.

Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht:
Handwerk in Bayern – Ergebnisse der Registerauswertung 2024“ (Bestellnummer: E5200C 202400).

Der vollständige Veröffentlichungsumfang zur Handwerkszählung steht in der Datenbank GENESIS-Online.