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Pressemitteilung

133/2026/42/A
Fürth, den 26. Mai 2026

2,7 Millionen Menschen in Bayern leben 2025 alleine

Großstädte mit den meisten Einpersonenhaushalten

Mikrozensus Logo

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, leben im Jahr 2025 in Bayern 2,7 Millionen Menschen in Einpersonenhaushalten. Damit lebt in Bayern rund jede fünfte Person alleine, was 41 Prozent aller Haushalte ausmacht. Der Anteil der Alleinlebenden ist in den bayerischen Großstädten am höchsten. So ist jeder zweite Haushalt in München ein Einpersonenhaushalt und jeder vierte Münchner lebt alleine. Seit 1965 steigt der Anteil der Alleinlebenden in Bayern stetig an. Hierbei zeigen sich alters- und geschlechterspezifische Unterschiede: Junge Männer leben häufiger allein als gleichaltrige Frauen. Bei Personen ab 75 Jahren sind drei Viertel der Personen in Einpersonenhaushalten weiblich.

Fürth. Aktuelle Erstergebnisse des Mikrozensus 2025 zeigen, dass es in Bayern rund 6,4 Millionen Privathaushalte gibt, in denen insgesamt knapp 13,2 Millionen Personen leben. Im Durchschnitt wohnen in Bayern zwei Personen in einem Haushalt zusammen. Aktuell gibt es in
Bayern 2,7 Millionen Alleinlebende, das heißt jede fünfte Person in Bayern lebt alleine und
41 Prozent aller Haushalte in Bayern bestehen aus nur einer Person. Damit beträgt der Anteil der Einpersonenhaushalte an allen Haushalten ähnlich wie im deutschlandweiten Schnitt 42 Prozent. Im Mikrozensus werden auch Menschen, die in einer Wohngemeinschaft zusammenwohnen als Einpersonenhaushalte erfasst, weil diese per Definition in der amtlichen Statistik für sich alleine wirtschaften und keinen gemeinsamen Haushalt bilden.

Jeder zweite Haushalt in Großstädten ist ein Einpersonenhaushalt
Regional gibt es in der Zahl der Alleinlebenden Unterschiede. Am häufigsten leben Personen in Großstädten alleine. In den bayerischen Großstädten Augsburg, München und Nürnberg besteht jeder zweite Haushalt aus nur einer Person. In Augsburg leben 85 000 Personen alleine (52 Prozent der Haushalte), in der Landeshauptstadt München bestehen 49 Prozent der 797 000 Haushalte aus nur einer Person. In der Stadt Nürnberg sind 47 Prozent der Haushalte Einpersonenhaushalte (127 000 Einpersonenhaushalte).

Die höhere Anzahl an Einpersonenhaushalten in Städten ist auch in den anderen Bundesländern sichtbar. So besteht auch deutschlandweit in Städten mit mehr als 500 000 Einwohnern jeder zweite Haushalt aus nur einer Person.

In den bayerischen Regierungsbezirken ist der Anteil der Single-Haushalte in Oberbayern (1,0 Millionen Einpersonenhaushalte) und der Oberpfalz (241 000 Einpersonenhaushalte) mit
43 Prozent am höchsten. In Mittelfranken (355 000 Einpersonenhaushalte) und Schwaben (385 000 Einpersonenhaushalte) bestehen 41 Prozent der Haushalte aus nur einer Person. In Oberfranken liegt der Anteil mit 196 000 Einpersonenhaushalten. bei 39 Prozent, in Niederbayern (227 000 Einpersonenhaushalte) und Unterfranken (238 000 Einpersonenhaushalte) bei 38 Prozent unter 40 Prozent.

Bayernkarte zu Anteil der Einpersonenhaushalte in Bayern in Prozent nach Regierungsbezirken - Öffnet große Ansicht

Bayernweit ein Anstieg der Einpersonenhaushalte
Rückblickend hat sich die Zahl der Haushalte in Bayern seit dem Jahr 1965 von 3,4 auf 6,4 Millionen im Jahr 2025 fast verdoppelt. Der Anteil der Einpersonenhaushalte an allen Haushalten hat dabei von 23 auf 41 Prozent am stärksten zugenommen. Große Haushalte mit drei oder mehr Personen werden im Vergleich immer seltener. Während im Jahr 1965 mit
1,7 Millionen Haushalten noch jeder zweite Haushalt aus mindestens drei Personen besteht, hat sich dieser Anteil bis zum Jahr 2025 mit 26 Prozent aller Haushalte halbiert.

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Jede fünfte alleinlebende Person ist 75 Jahre oder älter
Insgesamt betrachtet leben Frauen und Männer in etwa gleich häufig allein. Die Struktur der Einpersonenhaushalte unterscheidet sich hingegen deutlich nach Alter und Geschlecht. Im Alter zwischen 25 und 30 Jahren leben insgesamt noch viele junge Menschen allein, Männer dabei deutlich häufiger als Frauen. Ab dem Alter von 30 Jahren ist die Zahl der Einpersonenhaushalte insgesamt wieder rückläufig und nimmt erst ab dem Alter von 50 Jahren allmählich zu. Im höheren Alter von 75 Jahren oder älter leben insgesamt 567 000 Personen allein, dabei sind drei Viertel (75 Prozent) dieser Einpersonenhaushalte weiblich. Dies lässt sich bspw. auch durch die höhere Lebenserwartung von Frauen erklären (siehe Pressemitteilung 204/2025/21/A).

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Hinweise:
Personen, die in Wohngemeinschaften leben, werden in der Statistik ebenfalls als Einpersonenhaushalte erfasst, da sie in der Regel nicht zusammen wirtschaften und nach der Definition im Mikrozensus keinen gemeinsamen Haushalt bilden.

Die dargestellten Ergebnisse stammen aus dem Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland, die (mit wenigen Ausnahmen) seit 1957 jährlich durchgeführt wird. In dieser Zeit gab es mehrere methodische und konzeptionelle Veränderungen, die die zeitliche Vergleichbarkeit einschränken. Langfristige Trends können dennoch erkannt werden. Weitere Hinweise zu Zeitreiheneffekten im Mikrozensus.

Die Ergebnisse des Mikrozensus wurden ab dem Berichtsjahr 2021 auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2022 (Stichtag 15. Mai 2022) basieren. Weitere Informationen.