Pressemitteilung zum Homeoffice
Fürth, den 29. April 2026
Homeoffice-Quote in Bayern bleibt 2025 mit 25 Prozent leicht über Vorjahresniveau
Nach wie vor weniger Tage im Homeoffice seit dem Pandemiejahr 2021
Nach Angaben des Fachteams im Bayerischen Landesamt für Statistik arbeiten im Jahr 2025 insgesamt gut 1,5 Millionen der knapp 6,3 Millionen abhängig Beschäftigten in Bayern mindestens einen Tag in der Woche im Homeoffice. Das entspricht einem Anteil von 25 Prozent. Damit bewegt sich die Homeoffice-Quote* einen Prozentpunkt oberhalb des Vorjahresniveaus, das nach den endgültigen Ergebnissen für das Jahr 2024 bei einer Quote von 24 Prozent lag. Der Anteil der Beschäftigten, die ausschließlich im Homeoffice arbeiten, ist dabei weiterhin rückläufig. Während im Corona-Jahr 2021 mit 36 Prozent gut ein Drittel der Beschäftigten mit Homeoffice ausschließlich, also jeden Arbeitstag in der Woche, von Zuhause gearbeitet haben, reduziert sich dieser Anteil im Jahr 2025 auf 17 Prozent (2024: 18 Prozent). Dabei werden insbesondere weniger Tage pro Woche im Homeoffice gearbeitet.
Fürth. Nach den Erstergebnissen des Mikrozensus arbeitet im Jahr 2025 jeder vierte abhängig Beschäftigte in Bayern mindestens einen Tag in der Woche von zu Hause aus. Damit bleibt der Homeoffice‑Anteil in Bayern seit der Pandemie im Jahr 2021 unverändert. Das Auslaufen der gesetzlichen Homeoffice-Pflicht am 20. März 2022 hat die Homeoffice-Quote insgesamt nicht maßgeblich beeinflusst. Allerdings hat sich die durchschnittliche Anzahl der Homeoffice-Tage pro Woche im Zeitverlauf deutlich reduziert. Im Jahr 2021 arbeiteten 36 Prozent der Beschäftigten mit Homeoffice noch täglich von zu Hause. Im Jahr 2025 sind es 17 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der Beschäftigten, die weniger als die Hälfte ihrer Arbeitstage im Homeoffice verbringen, von 33 Prozent im Jahr 2021 auf 53 Prozent im Jahr 2025 (2024: 51 Prozent) angestiegen. Die Zahlen zeigen, dass Homeoffice weiter attraktiv ist, wobei Mischmodelle mit einer Kombination aus Büro- und Homeoffice-Tagen dominieren.
Oberbayern wieder mit höchster Homeoffice-Quote
Auf Ebene der bayerischen Regierungsbezirke hat Oberbayern mit der Landeshauptstadt München mit 30 Prozent wieder die höchste Homeoffice-Quote. In Niederbayern und Unterfranken arbeiten die wenigsten Beschäftigten aus dem Homeoffice. Die Quote liegt hier bei 18 bzw. 19 Prozent. Die Regierungsbezirke Mittelfranken (27 Prozent), Oberfranken, sowie Schwaben und die Oberpfalz liegen mit jeweils 21 Prozent Homeoffice-Quote dazwischen. Die Unterschiede dürften größtenteils auf strukturelle Faktoren zurückzuführen sein.
Niederbayern ist im Vergleich zu Oberbayern beispielsweise stärker ländlich geprägt. Außerdem sind Tätigkeiten, die komplett oder teilweise aus dem Homeoffice erledigt werden können, häufig Büroarbeiten und Arbeiten mit dem Computer. Solche Arbeitsplätze sind im Schnitt vermehrt in Städten vorzufinden. Die Daten zeigen, dass die Homeoffice-Quote in ländlichen Gebieten mit 21 Prozent bayernweit sichtbar geringer ist als in Städten mit einem Wert von 32 Prozent.
Weitere Einflussfaktoren auf Homeoffice-Quote seit 2021 nahezu unverändert
Abhängig Beschäftigte zwischen 35 und 49 Jahren haben mit 29 Prozent die höchste Homeoffice-Quote, in der Personengruppe der 50 bis 65-Jährigen liegt die Quote bei 21 Prozent. Die Homeoffice-Quoten nach Altersgruppen bleiben im Vergleich zu 2024 weitgehend konstant. Mit der Höhe des Bildungsabschlusses steigt auch die Wahrscheinlichkeit auf einen homeofficefähigen Arbeitsplatz. So arbeiten 46 Prozent der abhängig Beschäftigten mit einem hohen Bildungsabschluss zumindest teilweise im Homeoffice. Mit einem niedrigen Bildungsabschluss liegt der Anteil bei lediglich drei Prozent. Während im Jahr 2025 bei mittleren und hohen Bildungsabschlüssen im Vergleich zu 2021 kaum Veränderungen sichtbar werden, hat sich der Homeoffice-Anteil bei Personen mit einem niedrigen Abschluss halbiert.
Die Betriebsgröße beeinflusst ebenfalls die Homeoffice-Quote. Während abhängig Beschäftigte in kleineren Betrieben bis 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine bayernweite Homeoffice-Quote von 14 Prozent aufweisen, liegt die Quote in Großbetrieben mit mindestens 500 Beschäftigten bei 39 Prozent.
Hinweise:
*Homeoffice-Quote: Abhängig Beschäftigte (Angestellte und Beamte ohne Auszubildende), die zum Zeitpunkt der Befragung angaben, in den vergangenen vier Wochen mindestens einmal oder häufiger von zu Hause aus gearbeitet zu haben.
Ab dem Erhebungsjahr 2020 werden die Ergebnisse als Erst- und Endergebnisse zu zwei verschiedenen Zeitpunkten veröffentlicht. Die Daten dieser Pressemitteilung basieren für das Jahr 2025 auf den Erstergebnissen und für das Jahr 2024 und 2021 auf den Endergebnissen des Mikrozensus. Die Ergebnisse des Mikrozensus wurden ab dem Berichtsjahr 2021 auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2022 (Stichtag 15. Mai 2022) basieren. Weitere Informationen: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Haushalte-Familien/Methoden/mikrozensus-2020.html
Diese Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer seit 1957 gesetzlich verpflichtenden, repräsentativen Befragung von Haushalten in Deutschland. Jährlich wird rund ein Prozent der Bevölkerung zum Mikrozensus befragt. Rechtliche Grundlage der Erhebung ist das Mikrozensusgesetz (MZG). Durch die Auskünfte der Befragten liegen belastbare statistische Daten zur Struktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung vor. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische Planungen und Entscheidungen, stehen aber auch der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Presse und interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Der Erhebungsteil zur Arbeitsmarktbeteiligung (Labour Force Survey, LFS) vertieft die Themen Erwerbstätigkeit, Arbeitssuche und Weiterbildung. Dadurch liegen wichtige Informationen z. B. zu Ursachen für Arbeitslosigkeit oder Befristung vor.
